Brauche ich ein Windschott?

Luftverwirbelungen im Cabrio ohne Windschott

Oder: Warum mein Cabrio plötzlich nicht mehr wie ein Föhn auf Orkanstufe klingt.

Sie haben sich ein Cabrio gegönnt und cruisen stilvoll durch die Gegend. Dach auf, Sonne im Gesicht... und dann... BÄM. Ihre Frisur verwandelt sich in ein Kunstprojekt, Ihr Beifahrer schreit Ihnen irgendetwas zu - Sie verstehen nur Bahnhof - Ihr Nacken fühlt sich an, als hätte er gerade eine Polarexpedition hinter sich.

Willkommen in einem Cabrio ohne Windschott.

Was ist ein Windschott?

Ein Windschott ist dieses unscheinbare Netz- oder Glasscheiben-Ding hinter den Sitzen. Es sieht harmlos aus, aber unterschätzen Sie niemals ein gut platziertes Stück Aerodynamik. Ein Windschott reduziert die Luftverwirbelungen im Innenraum. Das bedeutet, weniger Sturm. Weniger Lärm. Weniger "Ich friere im Hochsommer im Nacken".

Etwas sachlicher betrachtet, hat das ganze schlicht mit Aerodynamik zu tun. Fahren Sie mit einem offenen Cabrio, entsteht hinter der Frontscheibe ein Unterdruckbereich. Die Luft strömt über die Scheibe hinweg und fällt hinter den Sitzen wieder nach unten. Genau dort entstehen die unangenehmen Verwirbelungen, die sich wie ein Sturm im Innenraum anfühlen. Ein Windschott unterbricht diese Luftzirkulation gezielt. Es reduziert die rückströmende Luft, stabilisiert den Luftfluss im Cockpit und senkt dadurch sowohl Geräuschpegel als auch Zugluft deutlich. Es leitet den Luftstrom weiter über das Fahrzeug.

Frage: Brauche ich das wirklich? Gründe für ein Windschott (JA!)

Wenn Sie gern gemütlich durch die Gegend tuckern, eine Mütze im Hochsommer tragen, Wind als kostenloses Peeling feiern und Ihren Beifahrer sowieso nicht verstehen wollen... dann brauchen Sie kein Windshott.

Wenn Sie aber auch mal schneller cruisen möchten, Ihren Beifahrer nicht anschreien wollen, die Frisur Ihrer Frau auch nach der Fahrt sitzen soll... dann: Ja, dann brauchen Sie unbedingt ein Windschott.

Aber schauen wir uns das Ganze etwas nüchterner - oder zumindest halbwegs nüchtern - an.

Gesundheitsschutz statt Nackenstarre: Ein Windschott schützt empfindliche Zonen wie Nacken, Nieren und Gelenke vor steifem Dauerluftzug. Weniger "Zugluft deluxe", mehr "entspanntes Offenfahren".

Verlängerte Cabrio-Saison: Offen fahren bei 10 Grad? Kein Problem. Sogar bei kühleren Temperaturen bleibt es erstaunlich angenehm, weil die Heizwärme im Innenraum bleibt, statt direkt ins Freie abgesaugt zu werden.

Komfort auf Langstrecke: Bei höheren Geschwindigkeiten werden Luftverwirbelungen und Windgeräusche deutlich reduziert.

Entspannteres Fahren. Weniger Turbulenzen bedeuten weniger Stress für den Körper. Gerade auf längeren Touren fühlt sich das Cruisen mehr nach Urlaub an.

Gibt es Nachteile? Minimal

Verlust des Purismus: Für manche gehört das volle Windchaos einfach zu. "Echtes Cabrio-Feeling" heißt: Wind von allen allen Seiten. Faktisch gab es früher kein Windschott.

Bye-bye Rückbank: In vier- oder gar fünfsitzigen Cabrios blockiert das Windschott meist die hinteren Plätze. Praktisch, wenn man seine Freunde sowie nicht mitnehmen wollte. Unpraktisch, wenn doch.

Optik & Sicht: Ein Windschott kann die Ästhetik stören und die Sicht nach hinten leicht einschränken.

Platzbedarf: Wenn es nicht montiert ist, liegt es irgendwo rum. Im Kofferraum. In der Garage. Im Keller. Und nervt. Man weiß nie so genau wohin damit, aber im Weg sein ist es erstaunlich zuverlässig. Genau hier schaffen unsere Windschotttaschen Abhilfe: Sie bieten eine feste, geschützte Aufbewahrungsmöglichkeit und sorgen dafür, dass das Windschott ordentlich verstaut ist, statt lose herumzuliegen. Lesen Sie hierzu gerne auch unseren Blogbeitrag "Brauche ich ein Windschott?".

Kosten: Ein Windschott kostet Geld und wie jedes Bauteil bleibt es nicht für die Ewigkeit. Der Netzstoff kann mit der Zeit kaputt gehen und Löcher bzw. Risse aufweisen. Der Windschottrahmen kann Kratzer bekommen. UV-Strahlung trägt auch Ihren Teil dazu bei. Mit der Zeit zeigen sich also irgendwann einfach Gebrauchsspuren. 

Aber: Das bedeutet nicht automatisch, dass man sich ein komplett neues Windschott kaufen muss. Viele Schäden lassen sich fachgerecht reparieren - vom Austausch des Netzstoffes über die Ausbesserung/Neulackierung des Rahmens. Genau darauf sind wir spezialisiert. Mit unserer spezialisierten Windschottreparatur bieten wir eine unkomplizierte Möglichkeit, defekte oder beschädigte Windschotts wieder in einen einwandfreien Zustand zu bringen. Das ist deutlich günstiger als ein Neukauf und vor allem nachhaltiger.

Sind die Risse oder Löcher im Netzstoff Ihres Windschotts noch unter 50 mm, können Sie diese nun auch mit unserem Reparaturset für Textilwindschotts selbst daheim bequem und einfach reparieren.

Kurzes Fazit

Wenn Sie eine Cabriofahrt wirklich genießen wollen: Ja, Sie brauchen ein Windschott. Ihr Nacken wird es Ihnen danken. Ihr Beifahrer. Und Ihre Frisur auch ;-).

Sind Sie eher puristisch unterwegs, mögen den Wind im Innenraum oder möchten Freunde, Kinder oder Haustiere mitnehmen, ist es eher nichts für Sie.